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Plaut International Kursziel 80 Euro 29.03.2000
AC Research
Die Analysten von AC Research haben ihr Kursziel für die Aktien der Plaut International AG (WKN 918703) aufgrund der jüngsten Geschäftsentwicklungen auf 80 Euro angehoben.
Zuletzt habe das Unternehmen über die erst Ende letzten Jahres übernommene neue Tochterfirma OSS Consulting einen Großauftrag vom Heizungshersteller Buderus erhalten, der bereits im laufenden Jahr zur Hälfte verbucht werde. Besonders positiv hieran sei, dass ein Großteil des Auftragsvolumens auf die neuen „e-Service“-Geschäftsfelder e-Business und Customer-Relationship-Management (CRM) entfalle, die laut Vorstand Volker Knotz in diesem Geschäftsjahr einen Umsatzanteil von ca. 10 Prozent erreichen sollen. Diese Prognose sei aber nicht nur aufgrund des Buderus-Auftrags als sehr konservativ einzuschätzen:
Zum einen habe Plaut in den beiden neuen Segmenten bereits in den ersten beiden Monaten 2000 einen Umsatzanteil von 10 Prozent erzielen können, was angesichts der Tatsache, dass die wichtigen Kooperationen mit den Branchengrößen Intershop (im Bereich e-Business) und Siebel (CRM) sowie die OSS-Übernahme erst im Herbst letzten Jahres eingegangen bzw. getätigt wurden, sehr bemerkenswert sei. Erst recht, wenn man bedenkt, so AC Research, dass bislang fast ausschließlich kleinere e-Business-Aufträge für diesen Umsatzanteil gesorgt haben, da man im CRM-Bereich noch mit der Mitarbeiterschulung beschäftigt sei und auch noch keines der zu erwartenden Großprojekte aus dem Intershop-Umfeld in Auftrag gegeben worden sei. „Auch der neue Großauftrag und die daraus zu erwartende Signalwirkung ist in diesen Zahlen natürlich noch nicht berücksichtigt“, fügt der Vorstand hinzu. Zum anderen sei schon in naher Zukunft mit den ersten Meldungen von der Akquisitionsfront zu rechnen. Schwerpunkt seien hierbei die Vereinigten Staaten sowie eben jene zwei Sparten, so dass die Planwerte in diesem Bereich auch durch externes Wachstum übertroffen werden dürften. „Wir sprechen mit mehreren interessanten Firmen, kurzfristige Ergebnisse sind zu erwarten“, so Knotz.
Neben den vielversprechenden e-Service-Aktivitäten birgt auch das traditionelle Geschäft, das in den letzten Monaten aufgrund der Jahrtausendwechsel-Problematik sehr verhalten gelaufen sei, wieder einiges an Phantasie, so die Anlageexperten:
Einerseits sei in den kommenden Wochen verstärkt mit der Erteilung verschobener Aufträge zu rechnen und andererseits verspreche auch die im laufenden Jahr bereits deutlich forcierte regionale Expansion (mit der Eröffnung neuer Niederlassungen in Australien, Italien, Spanien, Rumänien und der Ukraine) ein „Comeback“ des Stammgeschäfts. Dem Vorstand nach sei man hier nun am „kritischen Punkt“ angekommen.
Dabei behilflich sein, diesen zu überwinden, sollte die voraussichtlich gute Absatzentwicklung der branchenspezifischen Mittelstands-Softwarepakete WORKS, die aus Softwarekomponenten wie ERP, CRM usw. bestünden und von Plaut maßgeschneidert für den Kunden implementiert würden. Mit der Unterstützung des amerikanischen IT-Riesen IBM, den man Ende `99 als globalen Vertriebspartner gewonnen habe, werde diesbezüglich noch in diesem Monat mit einer weltweiten Marketingoffensive begonnen.
Alles in allem ist aufgrund der sich verbessernden Aussichten bei den traditionellen Consulting-Dienstleistungen sowie der hervorragenden bisherigen Geschäftsentwicklung und Perspektiven im e-Service-Bereich ein Übertreffen der aktuellen Markterwartungen, die von einem Ergebnis pro Aktie von 1 Euro in diesem und 1,80 Euro im nächsten Geschäftsjahr ausgingen, nicht unwahrscheinlich, so AC Research. Auf Basis eines fairen Kurs/Gewinn-Verhältnisses von etwa 40, das dank der hohen Wachstumsdynamik von Plaut leicht über dem Branchendurchschnitt liege, ließe sich hieraus ein Sechs-Monats-Kursziel von ca. 80 Euro ableiten.
Charttechnisch ergebe sich den Experten nach neues Kurspotenzial für die Aktie, wenn auch weiterhin die wichtige Unterstützung bei knapp unter 50 Euro hält und endlich der seit Ende Februar bestehende Widerstand bei 64 Euro übersprungen wird.
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